AUF DEM WEG ZUR DIGITALEN STADT

Paderborn bewirbt sich bei Wettbewerb

Paderborn ist innovativ, fortschrittlich und kreativ. Das stellt die Stadtverwaltung unter Beweis und nimmt an dem vom Deutschen Städte- und Gemeindebund und dem Digitalverband Bitkom bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Digitale Stadt“ teil.

Jetzt sind Sie, die Bürgerinnen und Bürger, gefragt, ihre Visionen und Ideen zu einem digitalen Paderborn einzubringen und gemeinsam zu erarbeiten. Dazu lädt Bürgermeister Michael Dreier am Samstag, 18.02.2017 von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr zu einer moderierten Bürgerwerkstatt in den großen Saal des historischen Rathauses ein.

Aber auch intern können Sie als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihre Anregungen und Ideen gerne an das Projektteam Christiane Boschin-Heinz und Michael Wahl (Bürgermeisterreferat) weitergeben.

Die Ergebnisse werden in den Antrag für den Wettbewerb einfließen, aber auch bei der Entwicklung nachhaltiger Strukturen und der mittelfristigen Strategie für ein digitales Paderborn Berücksichtigung finden, die über den Wettbewerb hinaus wirken sollen.

Um die Ideen aus allen Bereichen zu sammeln, sind Ende Januar im Rathaus Unterstützer aus Politik, Wirtschaft und Forschung zusammengekommen. Bürgermeister Michael Dreier freute sich sichtlich, dass so viele Gäste seiner Einladung gefolgt sind: „Ihre Anwesenheit zeigt, dass Digitalisierung ein wichtiges Thema ist und wir mit dieser Bewerbung den richtigen Weg gehen. Lassen Sie uns gemeinsam innovative Lösungen entwickeln und Paderborn nach vorne bringen“, sagte er.

In den Bereichen Energie und Umwelt, Verkehr, Verwaltung, Gesundheit, Bildung, Handel, Sicherheit und Gesellschaft wurden aktuelle und geplante Projekte diskutiert. Olaf Saage von der Sparkasse Paderborn-Detmold weiß, dass Digitalisierung mehr Lebensqualität, Nachhaltigkeit und vor allem besseren Service bringt: „Immer mehr Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte online. Das ist eine Entwicklung, vor der man sich nicht verschließen darf. Deshalb freuen wir uns, die Stadt Paderborn bei der Bewerbung mit unserem Wissen zu unterstützen.“

Auch Rüdiger Kabst, Vizepräsident der Universität Paderborn und Leiter des Innovations- und Gründungsinkubators „garage33“, weiß, dass Fortschritt wichtig ist: „In der garage33` bieten wir jungen Gründern und etablierten Firmen einen Freiraum für Kreativität und Disruption, wo sie innovative Ideen entwickeln und schnell in die Umsetzung bringen können. So entstehen digitale Geschäftsmodelle, zukunftsweisende Firmen und qualifizierte Arbeitsplätze in Paderborn und der Region. Der Wettbewerb ist für die Stadt eine Chance, sich erfolgreich der digitalen Herausforderung zu stellen. Denn Digitalisierung kommt, so oder so.“

In Paderborn gibt es bereits viele Einzelprojekte, die die Stadt digitaler und ein Stück weit fortschrittlicher machen. Ein Beispiel ist der Kita-Navigator der Stadt Paderborn, ein Online-Informations- und Vormerksystem für die Betreuungsplätze in allen Kindertageseinrichtungen. Auch für ältere Menschen und Menschen mit Handicap ist die Digitalisierung eine Chance: „Der PaderSprinter wird zum Beispiel die ersten `sprechenden Bushaltestellen` installieren. Auf Tastendruck können sich Sehbehinderte und blinde Menschen dann Abfahrtzeiten ansagen lassen“, berichtet der stellvertretende PaderSprinter-Leiter René Möller. „Außerdem informieren wir über das Internet oder unsere PaderSprinter-App per Handy in Echtzeit, wann genau der Bus fährt und wo sich die nächstgelegene Haltstelle befindet. Es wäre schön, wenn wir unsere Projekte ausbauen können und so Paderborn noch ein bisschen lebenswerter machen.“

In der Gewinnerstadt soll ab 2018 in einem Leuchtturmprojekt demonstriert werden, wie auf Basis modernster Telekommunikations-Infrastruktur die Stadt der Zukunft aussehen kann und dabei die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger gesteigert wird. Die Unterstützenden Unternehmen werden in dieser Stadt ein flächendeckendes Gigabyte-Breitband-Netz nach dem neuesten Standard ausbauen und die Umsetzung einzelner digitaler Projekte für zwei Jahre komplett finanzieren.

digitale_stadt PADERBORN

Geballtes Wissen: Petra Hensel-Stolz (Mitte), Leiterin der Volkshochschule Paderborn, sitzt mit weiteren Vertretern aus dem Bereich Bildung an einem Tisch. Gemeinsam überlegen sie sich Innovationen für die digitale Stadt.